Title

Diskriminierung als moralischer Vorwurf

Abstract

In den letzten Jahren gab es vielerlei Versuche, die Fragen zu beantworten, was Diskriminierung ist und warum Diskriminierung moralisch verwerflich ist. Ich zeige einerseits auf, dass trotz des Verweises auf die moralische Komponente, die Debatte rund um Diskriminierung vor allem von rechtlichen Anliegen geprägt ist, mit dem Ziel Diskriminierung zu verurteilen. Andererseits, der immer häufiger vorkommende Diskriminierungsvorwurf im Alltag jedoch kaum Beachtung findet. Anhand Queloz’ bedürfnisbasierten Ansatzes stelle ich eine Minimaldefinition auf, um gerechtfertigterweise Diskriminierung vorzuwerfen.

About René

René studierte Philosophie und Germanistik in Bonn. Zurzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Jülich in der Arbeitsgruppe Neuroethik und Ethik der KI, dort forscht er zu ethischen Aspekten der Gehirnalterermittlung und Exoskeletten. Er promoviert an der RWTH Aachen zum Thema Diskriminierung, weitere Interessen sind Straftheorien und Kritische Theorie, besonders Herbert Marcuse.